Die Feldsteinkirche von Ankershagen

Stellt sich dem Betrachter zunächst in gotischer Gestaltung dar, gleichwohl enthält sie romanische Elemente. Ehe wir uns dem Gebäude zuwenden, nehmen wir die Umgebung auf. Der Dorffriedhof umgibt die Kirche; ein Mahnmal erinnert an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges gibt Gelegenheit zur Besinnung.

Sophie Schliemann wurde hier 1831 beigesetzt, ihr Sohn Heinrich erlangte als sehr erfolgreicher Archäologe weltweit Anerkennung. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das Heinrich Schliemann Museum.

Beim Betreten der Kirche findet man eine alte Holztaufe und Wandmalereien, die ebenfalls nicht datiert sind. Sie wurden bei Renovierungsarbeiten freigelegt – möglicherweise wurden sie übermalt, um sie vor Vandalismus zu schützen und gerieten dann in Vergessenheit.

Einige Daten:

1692 – 1699 Pastor Mauritius, Verfasser einer wohl sehr detaillierten, vielzitiertenChronik von Ankershagen. Sie ging in den letzten Kriegstagen 1945 leider verloren.


1266 am 1. Mai wurde die Kirche durch den Bischof von Havelberg geweiht. Diese Urkunde ist das älteste bekannte Dokument, in dem Ankershagen erwähnt wurde.


Etwa 1250 Erneuerung und Umbau der Kirche im gotischen Stil. Viele der ursprünglichen romanischen Elemente blieben dabei erhalten.


Ca. 1170 Beginn des Baus der Feldsteinkirche als Basis für die von dort ausgehende weitere Christianisierung. Das Land um die Havelquelle gelangte als Schenkung des Herzogs von Pommern in den Besitz des Bistums Havelberg.

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