Wildtiere im Müritzgebiet

Der Rothirsch

Der „König des Waldes“ ist das größte Säugetier im Nationalpark. Rothirsche kommen vor allem im westlichen Teil des Nationalparks vor, wo sich auch die traditionellen Brunftplätze befinden. Einst wurden die Rothirsche für verschiedene Jagdherren und deren Jagdleidenschaft gehegt. Im September und Oktober lassen sich diese imposanten Tiere am Besten in der Dämmerung beobachten. In dieser Zeit ruft der Rothirsch sein Rudel zusammen und kämpft lautstark gegen seine Nebenbuhler.

Der Kranich

Kraniche nutzen den Müritz-Nationalpark als Brutplatz, etwa 60 Brutpaare bleiben über Sommermonate hier vor Ort. Sie haben ihre Nester in Erlenbrüchen und Röhrichten, wo sie im seichten Wasser vor Feinden wie Fuchs und Wildschwein geschützt sind. In der zweiten Oktoberhälfte ist der Höhepunkt des Kranichzuges. Dann rasten hier im Müritz-Nationalpark mehrere tausend Kraniche aus den nördlichen Brutgebieten, um sich für ihre Weiterreise nach Frankreich, Spanien und Nordafrika auszuruhen und zu stärken. Tagsüber rasten die Tiere in Scharen oft auf Feldern und Wiesen. Abends ziehen sie zu ihren Schlafplätzen an die Seen, wo sie im knietiefen Wasser stehend übernachten. Vor allem von dem Beobachtungsturm am Reederangsee bei Federow sind die Kraniche zu erleben. Ihr Trompeten ist ein Konzert der besonderen Art.

Der Ameisenlöwe

... ist zwar genau wie sein Namensvetter Fleischfresser, aber gerade einmal so groß wie ein Daumennagel. Ameisenlöwen sind die Larven der Ameisenjungfer. Im feinen Sand des Sander findet man häufig die von ihm gegrabenen Trichter. Der Ameisenlöwe sitzt am Ende des Trichters im Boden versteckt und nur der Kopf mit den Zangen ragt daraus hervor. Blitzschnell fängt erAmeisen und andere kleine Insekten. „Ausgelutscht“ schleudert er dann die leeren Hüllen aus dem Trichter.

Zwischenstation

Eine der faszinierendsten Erscheinungen für Naturfreunde ist der Kranichzug in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Bekannter Schlaf- und Rastplatz im europäischen Binnenland seit mehr als hundert Jahren ist das Ostufer der Müritz. Hier sammeln und rasten die Kraniche von August bis ca. Mitte November. Bis zu 8000 Tiere bereiten sich hier auf ihren weiteren Flug in wärmere Gefilde vor.


Im Müritz-Nationalpark am Reederangsee, befindet sich einer der größten Rastplätze Deutschlands. Die Hirschbrunft findet zur gleichen Zeit statt. Und dieses Schauspiel – Hirschbrunft und Kranichzug – ist einmalig in Deutschland.


Auf den naheliegenden Feldern finden sie Futter im Überfluss. Wenn sich die riesigen Schwärme laut rufender Kraniche auf ihren Schlafplätzen niederlassen, ist das ein beeindruckendes Naturschauspiel, das man so schnell nicht wieder vergessen wird. Für die Zeit des Aufenthaltes auf verschiedenen Schlafplätzen im Müritz-Nationalpark, ist an diesen Plätzen durch die Nationalparkverwaltung Jagdruhe verordnet. Kraniche sind hervorragende und ausdauernde Flieger. Das Reiseziel Spanien erreichen die abfliegenden Kraniche bei guter Wetterlage ohne Unterbrechung nach ca. 30 Stunden. Sie sind dann mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 – 65 Stundenkilometern bis zu ihren Winterplätzen in Spanien geflogen.

Diese große und majestätische Vogelart ist für die Menschen das Symbol für ein langes Leben. Brutgebiete sind Sumpfgebiete, in denen ein flaches Bodennest errichtet wird. Das Gelege besteht aus überwiegend 1 – 2 Eiern. Die Jungen schlüpfen nach etwa 4 Wochen. Mecklenburg-Vorpommern verfügt über einen Brutbestand von ca. 1200 Paaren.


Lassen Sie sich begeistern von diesem eindrucksvollen Erlebnis im Müritz-Nationalpark.

 

 

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